Burnout

Burnout bezeichnet ein „Ausgebranntsein“ durch Überforderung. Der Mensch ist darauf ausgerichtet, seine Ziele zu erreichen. Dabei betreibt das Ego einen sehr großen Aufwand, um zu diesem Erfolg zu kommen, der jedes Mal von kurzer Dauer ist, weil das Ego wieder etwas Neues anstrebt, um irgendwo von Irgendjemandem durch Irgendetwas Anerkennung ( Geld, Lob, Ansehen ) zu bekommen oder geliebt zu werden.

 

Dieser Ablauf wiederholt sich viele Male, da es aber bei diesem „Tun“ kein Entspannen, kein Ausatmen gibt, geschieht alles mit halber Kraft und mit jedem Mal wird der Antrieb schwerfälliger, bis das System zusammenstürzt. Alles ist ausgepulvert und es kommt zu einer nackten Begegnung, bei der dem Menschen plötzlich klar wird, dass er vieles getan und vieles erreicht hat und trotzdem die scheinbare Anerkennung, Zufriedenheit und Erfülltheit nur von kurzer Dauer gewesen ist. 

 

Was übrig bleibt, ist die ernüchternde Erkenntnis, dass er dort, bei den Anderen und durch das, was er tut, auf Dauer nicht bekommt, was ihn wirklich erfüllt. Hier beginnen die Emotionen / Gefühle ( Überforderung, Gereiztheit, Verzweiflung, Wut, … ) an die Oberfläche zu kommen, die in der zielorientierten Leistungsphase, in der der Mensch, wie besessen, seine Ziele verfolgt hat, komplett unterdrückt wurden.

 

Dadurch eröffnet sich dem Menschen die Chance, sich dieser Emotionen / Gefühle bewusst zu werden, sie zu erlauben, sie zu akzeptieren und zu erleben, wie es ist, wenn sie im Körper sein dürfen, ihre Qualität zu kosten, die mit einer Kraft gefüllt ist, die sich fördernd und stützend auf das ganze Bewusstseinssystem des Menschen auswirkt. Dies bedeutet, dass der Mensch in sich ruht, dass eine Motivation vorhanden ist, ein Ziel zu verfolgen, aber nicht mit zusammengebissenen Zähnen, sondern umsichtig, achtsam und offen für die Signale des Körpers, die zeigen, was er gerade braucht ( Pause, Essen, Trinken, Schlafen, Bewegung, Zuwendung für die aufsteigenden Emotionen / Gefühle und körperlichen Empfindungen, wie Schmerz, Druck, Enge,... ).

 

So wird das Handeln, das der Erfüllung der Ziele dient, entspannter und freudiger erlebt.

 

Auf diese Weise löst sich das alte System ab, das mit viel Aufwand viel erreichen wollte. Wir können aber auch schon bevor der Burnout eintritt, Vorsorge treffen, indem wir die Verbindung zu unserem Körper immer wieder herstellen, durch die Zuwendung für das, was sich gerade bemerkbar macht. So entwickelt sich nach und nach ein Gespür dafür, wo wir an unsere Grenzen geraten und wie wir dabei unsere Resourcen ausgewogener einsetzen können, um unsere Kraft im Gleichgewicht zu halten, um effizienter zu leben, zu arbeiten und zu wirken.

 

Es wird eine Intuition wach, die das eigene authentische Handeln in allen Lebens-bereichen fördert. Somit fällt hier das nächste System, das darin bestand, eine ständige Kontrolle aufrecht erhalten zu wollen und wird abgelöst von dem stetig wachsenden Vertrauen in die eigene Intuition.